Lernen sie unsere Helden kennen

Jeden Tag bekämpfen außergewöhnliche Menschen aus der ganzen HFKW-Wertschöpfungskette den illegalen Handel. Hier können Sie ihre Geschichten entdecken.

Maria Krzysztof Grzegorczyk

Maria

Vertriebshändlerin in Griechenland

„Ich freue mich, dass es nun eine Bewegung zur Bekämpfung illegal gehandelter HFKWs in Europa gibt. Als langjähriger Vertriebshändler von Kältemitteln hat unser Unternehmen in den letzten Jahren die Auswirkungen des illegalen Handels zu spüren bekommen. Das ist weit mehr als nur ein geschäftliches Problem und erfordert den Einsatz der Strafverfolgungsbehörden, um die kriminellen Organisationen für den von ihnen verursachten Schaden zur Rechenschaft zu ziehen.“

Maria[1] führt einen Vertriebshandel für HFKWs in Griechenland. Das Familienunternehmen wurde bereits vor über 60 Jahren gegründet. In den letzten Jahren hat Maria Geschäfte an Schmuggler verloren, die HFKWs illegal in das Land bringen.

Vom Schwarzmarkt angelockt, kaufen Marias kleineren Kunden ihre Kältemittel fast alle bei illegalen Anbietern. Darüber hinaus hat sie gehört, dass auch größere Endabnehmerfirmen unwissentlich mit Technikern zusammenarbeiten, die illegale Kältemittel aus Einwegzylindern verwenden. Maria schätzt, dass illegal gehandelte HFKW in Griechenland so weit verbreitet sind, dass zwischen 60 und 80 Prozent des gesamten Marktes aus Schmuggelprodukten besteht.

Doch Maria lässt sich nicht abschrecken und hat sich mit anderen Kältetechnikunternehmen zusammengeschlossen. Gemeinsam haben sie sich an die griechische Regierung gewandt, um das Bewusstsein und die Durchsetzung der Gesetze an den Grenzen zu verbessern. Es ist schwer, den Schmuggel aufzudecken, denn die F-Gas-Schmuggler sind kreativ und bringen die Kältemittel auf unterschiedlichen Wegen illegal ins Land. So hat das Bündnis Informationen erhalten, dass beispielsweise Busse HFKW-Zylinder im Gepäckraum verstecken und auch Kühllastwagen die Kältemittel versteckt transportieren. Obwohl die F-Gas-Verordnung der EU seit 2015 in Kraft ist, werden auch von den griechischen Vollzugsbehörden nur selten Geldstrafen verhängt. Daher setzen die Schmuggler ihre Aktivitäten einfach fort – selbst, wenn sie gefasst werden. Die kriminellen Organisationen schmuggeln nicht nur HFKWs, jedoch hat das Fehlen von Strafen den Handel damit besonders attraktiv gemacht. Das griechische Finanzministerium ist sich dieser Problematik bewusst und arbeitet derzeit an der Einführung strengerer Geldstrafen.

Illegal gehandelte HFKW untergraben nicht nur die legitimen Unternehmen, sie stellen auch eine Gefahr für den Käufer dar, der sich über den Inhalt der Zylinder nicht sicher sein kann. Maria hat gehört, dass viele Zylinder einfach mit den Produkten befüllt werden, die gerade zur Verfügung stehen. Wenn Kältemittel mit höherem Treibhausgaspotenzial für niedrigere Preise auf dem Schwarzmarkt erhältlich sind, erschwert das den Wechsel zu neueren und umweltfreundlichen Alternativen.

Illegal gehandelte HFKWs sind in Europa so weit verbreitet, dass die gesamte Wertschöpfungskette gemeinsam gegen sie vorgehen muss. Marias Arbeit ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Unternehmen gemeinsam tätig werden können, um Maßnahmen seitens der Regierung zu fördern. Ihre Arbeit zur Sensibilisierung für dieses Thema ist enorm wichtig, um das Problem an der Wurzel zu packen.

[1] Namen wurden geändert

Krzysztof Grzegorczyk

Gründer und Vorstandsvorsitzender, PROZON

„Ich habe PROZON als Ausdruck meiner sozialen Verantwortung gegründet. Ich sehe es als meine Pflicht an, die Klimaauswirkungen der für die Industrie unverzichtbaren Kältemittel einzugrenzen, dafür zu sorgen, dass sie wiederverwendet und zurückgewonnen werden und dazu beizutragen, dass sich der illegale Markt nicht ausbreiten kann.“

Vor mehr als 25 Jahren war Krzysztof im Kältemittel-Vertrieb eines großen internationalen Unternehmens tätig. In dieser Funktion erkannte er schnell ein Problem auf dem Kältemittel-Markt: Die Gase wurden damals nicht ausreichend recycelt. Dagegen wollte er etwas tun und gründete PROZON als „Stiftung zur Erhaltung der Ozonschicht“. Zu dieser Zeit wurden noch ozonschädigende FCKW-Gase verwendet und Krzysztof machte es sich zur Aufgabe, für die ordnungsgemäße Aufbereitung und Entsorgung aller Stoffe zu sorgen.

FCKW sind mittlerweile nicht mehr auf dem Markt und so hat sich auch die Mission von PROZON weiterentwickelt. Als „Stiftung für den Klimaschutz“ setzt PROZON seine Bemühungen für das Klima durch die Rückgewinnung fluorierter Treibhausgase fort – und ist damit auch ein wichtiger Akteur im Kampf gegen den illegalen Handel mit HFKW. Durch enge Zusammenarbeit mit dem Finanzministerium und dem polnischen Zoll ist es der Stiftung gelungen, den illegalen HFKW-Markt in Polen deutlich auszubremsen. Seit dem Aufkommen des Schmuggels arbeiten Krzysztof und seine Kollegen unermüdlich daran, das Bewusstsein der Ministerien, der breiten Öffentlichkeit und der Wertschöpfungskette für das Problem zu schärfen. Insgesamt hat PROZON mehr als 200 Zollbeamte darin geschult, wie man illegale Kältemittel identifiziert und den Beamten gezeigt, wonach sie suchen müssen, um illegal gehandelte Zylinder zu finden. Vor allem in den letzten Jahren hat diese Zusammenarbeit zu einer Reihe erfolgreicher Beschlagnahmungen geführt.

Die Erfolge der Arbeit von Krzysztof und PROZON machen auch an der polnischen Grenze nicht halt. Während eines Treffens zwischen dem polnischen Finanzministerium und der Generaldirektion Klima (DG CLIMA) der Europäischen Kommission hat PROZON mehr als 30 Vertretern aus 12 Ländern seine erfolgreiche Zusammenarbeit mit den polnischen Zoll präsentiert. Krzysztof und das PROZON-Team sind entschlossen, ihre Arbeit fortzusetzen und so vielen Menschen wie möglich zu zeigen, wie wir gemeinsam gegen den Kältemittel-Schwarzmarkt vorgehen können.

Was können Einzelhändler unternehmen?

Kaufen Sie nur bei zuverlässigen Händlern. Der illegale Handel mit HFKWs steht oft mit dem organisierten Verbrechen in Verbindung

Prüfen Sie immer das Sicherheitsdatenblatt. Es sollte jeder Kältemittellieferung beigelegt werden

Melden Sie verdächtige Aktivitäten an die Action-Hotline von EFCTC, um illegale Lieferungen von HFKWs zu unterbinden

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